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Christa Lieb – Autorin

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Foto: chrilie

Das Jahr 2013 ist jetzt ein paar Tage alt und bisher fühlt es sich gut an. Vielen Menschen graut vor diesem Jahr. 2013 bedeutet für sie offenbar 365 Tage Pech am Stück.

Ich habe schon immer ein entspanntes Verhältnis zu dieser Zahl, empfinde sie eher als etwas Besonderes. Und auch jetzt kann ich nicht klagen. Im Gegenteil. Mein neuer (Kriminal)Roman ist in der Rohfassung fertig; die erste Überarbeitung fast beendet. Etwas, das ich vor rund vier Monaten noch für unmöglich gehalten habe, weil nichts voran ging, ist jetzt eingetreten.

Ich fühle eine stille Freude. Und Dankbarkeit. Dafür, dass ich mir die Zeit nehmen durfte und konnte. Dafür, dass Mister Zweifel vor einigen Wochen seinen Jahresurlaub antrat und seitdem äußerst gut gelaunt ist. Dafür, dass Madame Muse so ausdauernd meine kreative Ader gestreichelt hat.

Jetzt liegt es vor mir, das Manuskript. Und wie immer, spüre ich bei all der Freude wieder diesen diffusen Abschiedsschmerz. Heißt es doch, sich trennen müssen von lieb gewonnenen „Menschen“, ihrem Alltag, ihren Sorgen und ihrem Glück. Diesmal fällt es mir besonders schwer, weil mich die Protagonisten nun schon durch das zweite Buch begleitet haben.

Bald muss ich mich also wieder mit meinem eigenen Sein begnügen. Das ist kein leichter Schritt. Schon oft erlebt, aber noch immer ungewohnt. Vielleicht klopft eine neue Idee an. Das würde das Ganze enorm erleichtern.

chrilie

 

Autor: Christa Lieb

 

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