Ich muss gestehen, die Hitze bremst mich und mein Romanprojekt zurzeit gewaltig aus. Viel zu oft ertappe ich mich dabei, einfach auf das bereits Geschriebene zu starren und nicht zu wissen, wie und wo ich den nächsten Faden aufnehmen soll. Außer ein paar Korrekturen, Umformulierungen etc. geht gerade nichts voran. An manchen Tagen fällt es mir schwer, mich überhaupt mit dem Projekt zu befassen.
Obwohl dieser Zustand ziemlich frustrierend ist, versetzt er mich nicht in Alarmstimmung. Ich bin zuversichtlich, dass ich, sobald ich wieder durchatmen und durchschlafen kann, die richtigen Worte finden werde.
Nicht so zuversichtlich bin ich, wenn ich an diese nur schwer zu ertragende Hitze denke. Wir werden lernen müssen, damit zu leben, aber abfinden dürfen wir uns damit nicht. Und dass immer noch so viele – auch Verantwortliche – die Augen davor verschließen, macht mich wütend. Klimaanlagen (die ich mir sehnlichst wünsche) bringen Erleichterung, aber beseitigen nicht die Ursachen.
Christa Lieb ©








