schreib(t)räume

Christa Lieb – Autorin

6. Juli 2020
von Christa Lieb
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Sommerzeit – Lesezeit

Urlaub ist so eine Sache in Zeiten von Covid19. Trotz Pandemie zieht es einige in andere Gefilde. Viele bleiben aber zu Hause; genießen die Sommertage lieber im Garten, auf dem Balkon oder entdecken die nähere Umgebung neu. Ich gestehe, ich gehöre zur Spezies #StayAtHome. Das war aber schon vor Corona so …

Egal, wohin die Reise geht … Bücher gehören auf jeden Fall ins Gepäck. Lesen ist eine wunderbare Art, sich die Zeit zu vertreiben. Denn: »Bücher lesen, heißt wandern gehen in ferne Welten …« (Jean Paul).

13. Mai 2020
von Christa Lieb
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Textschnipsel

Laufendes Projekt. Noch ist das Ziel nicht in Sichtweite. Aber nachdem ich die Durststrecke hinter mich gebracht habe und in den letzten Tagen immer wieder entscheidende Lücken füllen konnte, liegt zumindest der Weg zum Ziel nicht mehr im Nebel verborgen.

Textschnipsel

»Zu viele Dinge voneinander zu wissen, entwickelt oft eine besondere Dynamik. Statt zu verbinden, verhindert es eine Annäherung.«

 

Sie durchquerte die Ebene und fuhr den Hügeln entgegen. Noch redete Ruth sich ein, sie mache einen kurzweiligen Ausflug aufs Land. Die Augen hinter den dunklen Gläsern einer großen Sonnenbrille verborgen, die Haare lässig mit einer Spange am Hinterkopf fixiert, klopfte sie mit den Fingern verhalten den Rhythmus der Musik mit. Auf den zurückliegenden fünfzig Kilometern hatte sie sich lautstark von ihr begleiten lassen. Doch jetzt, das Ziel in greifbarer Nähe, überbot das mulmige Gefühl die Leichtigkeit der Töne. Sie drückte den Aus-Knopf; Mick Jaggers It’s only Rock ‘n’ Roll … But I like it  verstummte schlagartig.

 

Christa Lieb ©

31. Dezember 2019
von Christa Lieb
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Jahreswechsel

Draußen ist es still; so, als halte die Welt den Atem an. Genau der richtige Zeitpunkt für ein Resümee.

Das Jahr ist am Ende seiner Tage müde geworden. Vermutlich beginnt nun schon das Pläneschmieden, das Auflisten guter Vorsätze. All die Dinge, die man so tut, wenn sich Neues anbahnt.

Ich begleite diese letzten Stunden mit gemischten Gefühlen. Wenn ich ehrlich bin, kann ich kaum erwarten, dass es endlich geht. Zu oft hat es mich auf dem falschen Fuß erwischt, mir gezeigt, dass Träume und Wünsche nicht in den Himmel wachsen, das Leben seine eigenen Spielregeln hat … ohne Anspruch auf Nachweis oder Revision. Gleichzeitig hält sich die Vorfreude in Grenzen. Weiß ich doch, dass ich einige Päckchen zwangsläufig mit ins neue Jahr schleppen muss. Nicht immer lässt sich alles punktgenau regeln. 

Ich werde das Ende des Jahres im Kreise guter Freunde verbringen; die Bedenken für eine Weile beiseite schieben und hoffen, dass sich das neue Jahr zu etwas Positivem entwickelt … auch was das Schreiben betrifft. Ich wünsche mir, dass Madame Muse ihren ausgedehnten Urlaub bald beendet und Mister Zweifel stattdessen für eine Weile das Weite sucht.

Zum Schluss möchte ich nicht versäumen, allen, die mich in den letzten zwölf Monaten mit ihrer Wertschätzung, Anteilnahme, Hilfe und Aufmunterung begleitet haben, herzlich zu danken. Auf diese guten Attribute baue ich auch im neuen Jahr.

Ich wünsche allen einen fulminanten (friedlichen) Start ins neue Jahr(zehnt).

Christa Lieb 

22. Dezember 2019
von Christa Lieb
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Frohe Weihnachten

Das Jahr ist nun fast schon wieder vorbei. Es erstaunt (und erschreckt) mich immer wieder aufs Neue, in welchem Tempo die Zeit verrinnt. In den nächsten Tagen gilt es ein Resümee zu ziehen.

Doch zuerst hoffe ich auf friedvolle Weihnachtstage im Kreise meiner Lieben. Und das wünsche ich auch allen, die mich auch 2019 mit Wohlwollen, Wertschätzung, Anteilnahme und Mithilfe unterstützt haben.

8. Juli 2019
von Christa Lieb
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Nachts schläft man in der Regel …

… aber nicht immer

Eine Momentaufnahme

Trüber, feuchter Sonntagmorgen. Nichts lockt mich nach draußen. Gelegenheit zum Schreiben, denke ich …

Ich sitze also am Schreibtisch, suche nach passenden Worten. Mit mäßigem Erfolg. Jede Ablenkung kommt mir gelegen. So wird das nichts. Enttäuscht gebe ich auf.

Später Abend. Schlafenszeit. Es hat merklich abgekühlt. Gute Voraussetzung für einen erholsamen Schlaf. Weit gefehlt. Ausgerechnet jetzt wollen meine Protagonisten mir ihre Geschichten erzählen.

Damit ich auch ja nichts vergesse, schleiche ich zum Schreibtisch, hole Papier und Stift und schreibe auf, was mir gerade eingeflüstert wurde. Zufrieden lösche ich danach das Licht und schließe die Augen. Doch die Herrschaften sind noch nicht am Ende ihrer Erzählungen.

Ich ergebe mich. Licht an, schreiben, Licht aus … Licht an, schreiben, Licht aus … Licht an, schreiben, Licht aus. So verstreicht Stunde um Stunde in einem überdrehten Ritual … bis die Stimmen nahezu verstummt sind. Nur hin und wieder folgt noch ein diskreter Einwurf.

Mittlerweile ist es kurz vor fünf. Draußen bricht der neue Tag an. Ich lausche dem leisen Piepen der Vögel; die ersten Leute machen sich auf den Weg zur Arbeit. Ich schließe die Augen, warte auf Schlaf … immer noch … und auf das Ende dieser ruhelosen, aber ziemlich produktiven Nacht.

Ich muss nicht groß erklären, wie ich mich heute Morgen fühle … Ich bin sooooo müde.

#Autorenleben
#(Schreib)Wahnsinn

 

Christa Lieb ©

30. Juni 2019
von Christa Lieb
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»Geiz ist Geil« – Ein Zwischenruf

»Geiz ist Geil« – Ein Zwischenruf

Immer wieder müssen wir Schreiberlinge feststellen, dass unsere eBooks auf Plattformen für umme verscherbelt werden; selbstverständlich ohne unser Wissen oder Einverständnis.

Obwohl das alles absehbar war und längst bekannt ist, macht einem diese unverfrorene Klauerei immer wieder sprachlos und zornig. Seit es eBooks gibt, gibt es dieses dreiste Geschäftsmodell. Musiker haben das schon vor langer Zeit erlebt und hinnehmen müssen.

Ich frage mich, was in Leuten vorgeht, die so wenig Anerkennung für die Arbeit anderer aufbringen? Es ist ja nicht so, dass diese eBooks – und im Speziellen die eBooks von uns Selfpublishern – die  Welt kosten. Ganz im Gegenteil. Wer sonst würde wohl für einen Anteil von 50 – 70 % von 0,99 – 4,00 Euro pro Buch gut zwei Jahre arbeiten? Niemand; sag ich jetzt mal spontan.

Und wer schon keine Lust hat, für den maximalen Gegenwert eines Cappuccinos ein Buch legal zu kaufen, hätte immer noch die Möglichkeit, bei kindle unlimited für 0,00 Euro an Bücher zu kommen. Ich lehne dieses Geschäftsmodell von Amazon zwar ab, aber immerhin bleibt dort ein winziger Brosamen bei den Schreibenden hängen.

Es gibt also keinen Grund derart geringschätzig mit der Arbeit von Menschen umzugehen. Aber vielleicht braucht’s ja den Kick des Illegalen. Arme Welt.

Im neuesten Fall einer Kollegin gibt es übrigens ein Bonbon zum Schmunzeln und Anlass für klammheimliche Freude: Die Betreiber dieser speziellen Plattform sind nur auf die Daten der »Kunden« aus … Geschieht ihnen recht.

Christa Lieb ©

27. Mai 2019
von Christa Lieb
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Vom »Loslassen« und »Neuanfang«

Vom »Loslassen« und »Neuanfang«

Ist ziemlich lange her, dass ich hier etwas hinterlassen habe. Woran es liegt, ist schnell erklärt. Die Fertigstellung meines letzten Romans »Rückkehr nach Blue Bay« hat sich – was das eBook betrifft – zu einem kleinen Desaster ausgewachsen. Es hat viele Stunden gekostet (danke, Felix, für deinen unermüdlichen Einsatz), bis wir die Leute des Distributors von unseren Vorstellungen von einem optisch ansprechenden Format überzeugen konnten (dass es am Ende beim mobi-Format noch immer kein korrektes Ergebnis gab, lasse ich jetzt mal außen vor). Meine Nerven lagen blank. Mir war nahezu alles abhandengekommen. Die Freude an diesem Buch, am Schreiben generell. Das war sehr bitter. Zum Glück gab es in dieser Zeit Menschen, die mich mit ihrer Wertschätzung wieder auf den richtigen (Schreib)Weg gebracht haben. Was jetzt noch fehlte, waren Ideen, die nicht schon nach dem 1. Kapitel in eine Sackgasse führen. Und daran mangelte es definitiv.

Ich hoffte auf den bevorstehenden Urlaub. An einem ruhigen Platz, unter südlicher Sonne, mit Blick auf das Meer, würde mir schon etwas Brauchbares einfallen … dachte ich.

Da saß ich nun also. Alles war so, wie ich es mir vorgestellt hatte … rein optisch. Was fehlte, waren die zündenden Ideen. Erst in der zweiten Hälfte des Urlaubs begann in meinem Kopf langsam eine kleine Idee zu glimmen. Fast verschämt stellte sie jedoch ihr Licht lange unter den Scheffel. Zum Glück verlor ich nicht gleich den Glauben daran. Denn wie sich nun – wieder zuhause – herausstellt, ist es eine durchaus brauchbare Idee.

Nun sollte man meinen, dass alles in Ordnung ist. Dass ich an meinem Schreibtisch sitze und schreibe; Kapitel um Kapitel. Weit gefehlt. Das hat mit »Loslassen« und »Neuanfang« zu tun. Kann/sollte man etwas Neues beginnen, wenn das Alte noch nicht abgeschlossen ist? Noch immer verspüre ich eine stille Sehnsucht nach Blue Bay, Gordon, Paul, Selma, Norman und Helen. Noch immer möchte ich sie nicht loslassen, nicht verlieren.

Vermutlich liegt es (auch) an diesen Gründen, dass mir die »Neuen« noch sehr fremd sind. Es ist wie im richtigen Leben. Bevor ich Freundschaften schließe, muss ich mir erst sicher sein, dass die Aspiranten und ich auch zusammenpassen. Wir befinden uns also noch immer in der Kennenlernphase. Und obwohl ich genau weiß, dass die Liebe zu meinen Figuren erst während des langen Schreibens so richtig tief und innig wird, hält mich das momentane Fremdeln davon ab, mit Elan in die Geschichte einzusteigen und freudig die Tasten zu bedienen.

Ihr werdet also Geduld aufbringen müssen, bevor es wieder eine Geschichte von mir zu lesen gibt (aber ich gehöre ja eh nicht zu den Schnellschreibern).

Bis dahin empfehle ich euch diese Bücher:

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Christa Lieb ©