Wie nach jeder Fertigstellung eines Romans, habe ich auch dieses Mal wieder viel Zeit damit verbracht, die Leere in meinem Kopf zu überwinden und die eine Frage zu beantworten: Beginne ich etwas Neues?
Letzten Sommer, während unseres wunderbaren Familienurlaubs an der Ostsee, gab es darauf eine klare Antwort: Ja, es wird einen neuen Roman geben. So viele skurrile Namen, die Stimmung … alles passte. In diesen schönen Tagen sind auch die ersten Gedankenfetzen entstanden.
Wieder zu Hause, habe ich leider versäumt, den Faden aufzunehmen. Da waren wieder so viele andere Dinge, die erledigt werden mussten. Der Sommer verging; der Herbst – ein gefühlter Wimpernschlag. Und nach Weihnachten spürte ich leises Bedauern darüber, dass ich so nachlässig gewesen bin.
Im Januar habe ich endlich das Projekt »Neuer Roman« (wieder) in Angriff genommen. Es gibt einen ungefähren Plot, einige Protagonisten sind benannt, der Ort des Geschehens steht fest. Gute Voraussetzungen also, um etwas Brauchbares hinzubekommen.
Ich gebe zu, es mangelt noch an der Ausdauer und an der Regelmäßigkeit. Auch das nichts Neues. Der Anfang ist gemacht – immerhin.
Christa Lieb ©