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Christa Lieb – Autorin

21. März 2013
von Christa Lieb
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Jokers Lyrik-Preis

Ich will’s nicht zu hoch hängen – aber freuen tu ich mich schon …

 

Foto chrilie

Herzlichen Glückwunsch! Unsere Redaktion hat Ihr Gedicht geprüft und für die Aufnahme in unsere Datenbank der besten deutschsprachigen Gedichte vorgeschlagen. Voraussichtlich wird Ihr Gedicht ab morgen veröffentlicht. Auf diesen Erfolg dürfen Sie mit Recht stolz sein! Denn die Jokers Gedichte-Datenbank zählt nicht umsonst zu den besten und am häufigsten besuchten Lyrik-Sammlungen im deutschsprachigen Netz: Unsere strenge Jury wählt nur die schönsten Texte dafür aus!

Ihr Gedicht ist jetzt für jedermann unter

http://www.jokers-lyrik.de/

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http://www.jokers-lyrik.ch/

zu bestaunen. Klicken Sie doch gleich mal rein, und freuen Sie sich mit uns über Ihr gelungenes Werk!

Wichtig: Wenn Sie Ihr Gedicht als Teilnahmebeitrag zum derzeitigen Jokers Lyrik-Preis eingereicht haben, dürfen Sie sich jetzt umso mehr freuen: Mit der Aufnahme in die Jokers Gedichte-Datenbank hat Ihr Beitrag die erste Hürde beim Wettbewerb geschafft und nimmt nun automatisch weiter teil.

Herzliche Grüße,

Ihr Jokers Online-Team

15. März 2013
von Christa Lieb
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Lesefrüchtchen

Foto: chrilie

 

 

 

 

 

 

 

 

 

… Verlassen stand das Bauwerk am Rand einer Klippe. Es sah unbewohnt aus. Ringsum wogte kniehohes Gras im Wind. Aus den Fugen zwischen den holprigen Betonplatten vor dem Eingang wuchs Unkraut. Das dornige Gestrüpp einer Heckenrose krallte sich an dem Mauerwerk fest. Über der Tür baumelte ein morsches Holzschild. “Radharc na Mara” – Seeblick – war zu entziffern.

Wohin dein Weg auch führt – Roman – Christa Lieb

http://www.xinxii.com/wohin-dein-weg-auch-fuhrt-p-336502.html

 

 

 

1. März 2013
von Christa Lieb
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Einblicke

Foto: chrilie

Fortsetzung. Seit Anfang Februar hat sich nichts geändert …

Juchu. Freitag. Freier Tag. Viel Zeit zum … Ja, was nur? Stattdessen sitze ich (wieder) an meinem Schreibtisch und schaue gedankenverloren aus dem Fenster. Meine Kreativität macht Pause. Noch bin ich ruhig. Die Erfahrung des letzten Herbstes, als ich schier verzweifeln wollte, weil mir nichts gelang, und ich dann, nach einem wohltuenden Ortswechsel, meinen Roman in Windeseile, wie mir schien, fertig schrieb, hat mich gelehrt, geduldig zu sein.

Fertig. Das sollte Stolz, Zufriedenheit, Euphorie auslösen. Weit gefehlt. Mich hemmt es, so scheint mir. Immer und immer wieder lese ich die gesamten dreihundert Seiten. Manchmal bin ich ganz atemlos und dann wieder plagen mich große Zweifel. Dauert es nicht zu lange, bis die Dinge ins Rollen kommen? Ist die ganze Vorgeschichte relevant und wichtig für den Leser? Sind die Übergänge nicht zu abrupt? Sollte ich noch fiesere Dinge geschehen lassen? Dann rufe ich mir ins Bewusstsein, dass ich keinen Thriller sondern einen Kriminalroman geschrieben habe. Da muss das Blut nicht von jeder Seite triefen. Da darf es auch menscheln. Aber, höre ich da meinen Kritiker sagen, spannend muss es trotzdem sein, sonst laufen dir die Leser schon nach dem zweiten Kapitel davon; kriegen gar nicht mehr mit, wie die Geschichte Fahrt auf nimmt.

Ich renne zum Bücherregal, ziehe einen Kriminalroman nach dem anderen heraus und beginne zu lesen. Rufe mir den einen oder anderen Krimi aus dem Fernsehen ins Gedächtnis. Und stelle fest, alle habe eine gewisse Vorlaufzeit, bis es ordentlich zur Sache geht. Na ja, nicht ganz. Wenn ich an die Skandinavien-Krimis denke … da ist es nicht so. Aber die mag ich auch nicht besonders. Zu böse, zu blutrünstig, zu viele Kommissare mit Depression. Das ist nicht mein Ding. Weder beim Sehen, Lesen noch beim Schreiben. Und ich habe manchmal den Eindruck, dass sich diese Autoren auf Teufel komm raus mit schrecklichen Geschehnissen übertrumpfen wollen.

Was mich noch bekümmert? Ich habe noch keine wirklich zündende Idee für einen neuen Roman. Gut, denke ich, fünf Romane in acht Jahren ist nicht sooo schlecht. Aber wirklich trösten tut mich das nicht. Die Idee, meine vielen Kurzgeschichten in Buchform zu bringen, befriedigt mich nicht wirklich. Das hatte ich mir für den Moment vorgenommen, wenn mir für einen Roman die Ideen ausgehen. Ist es schon so weit? Das will ich nicht akzeptieren. Noch nicht. Ich habe noch Pläne … Also los, komm in die Puschen. Streng deinen Grips an und beginne … mit einem neuen Roman. Ja. Das sollte ich wirklich tun …

Wieder schaue ich aus dem Fenster. Es hat sich nicht wirklich etwas geändert.  Tristesse, kein Sonnenstrahl bahnt sich den Weg durch die graue Wolkendecke. Gegenüber steht ein kleines Mädchen am Fenster, streichelt eine Katze, beobachtet die Kinder, die vor dem Haus einem Ball nachjagen. Warum rennt sie nicht mit ihnen los? Ein Mann geht auf und ab, schaut in jeden Garten. Was sucht er dort …

Ich sehe schon, man muss nur mit offenen Augen durch die Welt gehen. Dann klappt es auch mit einem neuen Roman … Hoffentlich …

chrilie

 

15. Februar 2013
von Christa Lieb
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Lesefrüchtchen

Foto chrilie

Momentaufnahme

Draußen verabschiedet sich die Nacht und macht dem neuen Tag Platz. Graue Wolken hängen über dem Land. Ein Einheitsbrei, der keinen Blick auf das strahlende Blau dahinter zulässt. Noch herrscht Ruhe. Mensch und Tier reiben sich gerade erst die Träume aus den Augen.

Über Nacht bekam die Landschaft, vielleicht zum letzten Mal, ein flauschig weißes Gewand verpasst. Noch verharrt die Natur im Winterschlaf. Die Eberesche hat ihre letzten roten Beeren den Vögeln überlassen und reckt schmucklose Äste in den trüben Himmel.

Dessen ungeachtet, gibt es an vielen Stellen Zeichen des Aufbruchs. Unter dem Flieder zeigen sich vorwitzige grüne Spitzen. Schneeglöckchen machen sich auf den Weg. Zuverlässiger Anfang und Startzeichen für all die anderen Frühlingsboten, die bald folgen werden.

Doch halt. Nicht zu eilig mit den Gedanken. Noch herrscht laut Kalender tiefster Winter. Aber träumen darf man schon mal … vom Frühling.

chrilie