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Christa Lieb – Autorin

11. September 2012
von Christa Lieb
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Einblicke

Foto chrilie

Manchmal werde ich gefragt, ob ich all die Orte, die in meinen Geschichten vorkommen, persönlich kenne. Nein, antworte ich meist und ernte in der Regel erstaunte Blicke. Offenbar machen viele Leser keinen Unterschied zwischen Fiktion und Realität. Bei keinem meiner Romane gibt es Hinweise darauf, dass es sich um autobiografischen Stoff handelt. Trotzdem können sich viele nicht vorstellen, dass einem der Kopf schier überläuft von Geschichten, die mit einem selbst nichts zu tun haben. Märchen eben. Weiterlesen →

31. August 2012
von Christa Lieb
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Endlich …

 

foto chrilie

Der Stift ist gespitzt, die Tastatur poliert … Es kann – endlich – wieder los gehen mit dem Schreiben.

In meinem Kopf spuken allerlei Gedanken herum. Sie quetschen sich durch die Gehirnwindungen, produzieren Schlagwörter, bilden erste Sätze. Ein sicheres Zeichen, dass die Zeit reif ist für die nächsten Kapitel. Weiterlesen →

17. August 2012
von Christa Lieb
2 Kommentare

Regelverstoß

 

foto chrilie

Gerade habe ich realisiert, dass ich am 22.07. (!) zum letzten Mal an meinem Manuskript gearbeitet habe. Und genau so lange habe ich das Schreiben eklatant vernachlässigt. Das ist ein arger Regelverstoß. In jedem Schreibratgeber steht als wichtiger Punkt: Sie müssen täglich schreiben, sonst verlieren Sie den Rhytmus.

Genau das ist mir jetzt passiert. Ich lese den Text vor mir mit ungewohnter Distanz, suche nach dem Leben meiner Protagonisten, nach ihrem Alltag, ihren Sorgen; der Geschichte an sich. Ich habe den Plot im Kopf, einen Hauch von Ahnung, welche Spannungsbögen eingebaut werden sollten. Anfang und Ende der Geschichte stehen … Aber dazwischen klafft ein großes dunkles Loch.

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15. August 2012
von Christa Lieb
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Lesefrüchtchen

Leseprobe aus Wohin dein Weg auch führt” – Roman

Gemächlich zuckelte der Bus die dicht befahrene Uferstraße entlang. Inzwischen war Spätsommer und noch immer verstopften jede Menge Urlauber die Wege rund um den See. Ab und zu war ungeduldiges Hupen zu hören.

Mit stoischer Ruhe saß der Busfahrer hinter dem großen Lenkrad, das bei jeder Bewegung seinen drallen Bauch streifte. Die Ärmel seines blauen Hemdes hatte er bis hinauf über die Ellenbogen gewickelt und ließ seine dicht behaarten Unterarme Frischluft schnuppern. Aus dem Funkgerät war die quäkende Stimme einer Frau zu hören, im Radio sang Heino von der schwarz-braunen Haselnuss. Der Mann hatte die Lippen gespitzt, pfiff leise die Melodie mit und klopfte mit einer Hand taktvoll auf das Lenkrad. Sein Ehering erzeugte dabei ein verhaltenes Klack-Klack.
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13. August 2012
von Christa Lieb
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Zitat der Woche

Foto chrilie

Der freie Wille besteht nicht in der Freiheit,
das zu tun, was man tun möchte,
sondern in der Kraft, das zu tun,
was getan werden muss, auch wenn
es uns innerlich widerstrebt.

 
George MacDonald
 
 
Wille