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Christa Lieb – Autorin

10. Oktober 2012
von Christa Lieb
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Einblicke 3

foto chrilie

Bisher dachte ich immer, am kreativsten kann ich in meinem Zimmer sein. Das ist mein Refugium. Hier ist all das um mich, was mir etwas bedeutet: Die Bilder meiner Lieben, meine Lieblingsbücher und CDs, Buddha und Dalai Lama … Und zum Nachdenken schaue ich aus dem Fenster und sehe meinen Garten im Wandel der Zeit: schneebedeckt, mit ersten grünen Knospen, prallen Blüten, atemberaubender Herbstfärbung. Weiterlesen →

5. Oktober 2012
von Christa Lieb
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Entschleunigt

foto chrilie

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Es regnet bunte Blätter
Schlanke Birken tanzen Walzer
Grashalme Rock’n Roll
Der Himmel lacht Tränen
Der Teich legt seine Stirn in Falten
Libellen verschieben ihren Ausflug
auf morgen
Die Zeit hat sich entschleunigt:
Herbsttag in der Rhön

chrilie 04/10/2012

28. September 2012
von Christa Lieb
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Einblicke 2

foto: chrilie

Eine weitere Frage, die mir oft gestellt wird, lautet: Wie kommen Sie auf all die Namen?

Die Benennung der Akteure gehört zum Anfangsstadium eines neuen Projektes und ist nicht zu unterschätzen. Ich studiere zum Beispiel immer aufmerksam den Abspann von Filmen und notiere mir die Namen, die mich ansprechen. So entsteht mit der Zeit eine ansehnliche Sammlung, auf die man bei Bedarf zurückgreifen kann. Bei ausländischen Namen benutze ich die Suchmaschinen. Und schließlich gibt es noch das gute alte Telefonbuch. In der Regel stelle ich eine Auswahl von ca. sechs Namen für die Hauptfiguren zusammen, die ich immer wieder laut ausspreche. Dabei achte ich auf mein Gefühl. Schnell schrumpft die Auswahl und bald stehen auf dem Blatt Papier nur noch DIE Namen. Weiterlesen →

15. September 2012
von Christa Lieb
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Lesefrüchtchen

“Gefrorene Zeiten” – Roman

Zögernd näherte sich Johanna dem Ort, den sie vor vielen Jahren verlassen musste. Noch immer herrschte hier am Rande der Stadt eine angenehme Ruhe. Im Schatten der großen Alleebäume lief sie an der verwitterten Backsteinmauer entlang, die keinen Blick auf das Dahinter erlaubte. Üppiger Efeu rankte herab, suchte Halt in den Ritzen und Spalten des Mauerwerks. Schließlich stand sie vor dem hohen Tor. Rost überzog mittlerweile die massiven Eisenstäbe, verlieh ihnen einen antiken Charme. Kein Name zierte das Schild über den Klingelknopf.
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11. September 2012
von Christa Lieb
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Einblicke

Foto chrilie

Manchmal werde ich gefragt, ob ich all die Orte, die in meinen Geschichten vorkommen, persönlich kenne. Nein, antworte ich meist und ernte in der Regel erstaunte Blicke. Offenbar machen viele Leser keinen Unterschied zwischen Fiktion und Realität. Bei keinem meiner Romane gibt es Hinweise darauf, dass es sich um autobiografischen Stoff handelt. Trotzdem können sich viele nicht vorstellen, dass einem der Kopf schier überläuft von Geschichten, die mit einem selbst nichts zu tun haben. Märchen eben. Weiterlesen →