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Christa Lieb – Autorin

17. Februar 2014
von Christa Lieb
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Zitat der Woche

Foto chrilie

Foto chrilie

Die Gedanken, die wir uns
auswählen, sind die Werkzeuge,
mit denen wir die Leinwand
unseres Lebens anmalen

Louise L. Hay

 

 

 

 

 

13. Februar 2014
von Christa Lieb
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Einblicke

Foto: chrilie

Foto: chrilie

Seit vielen Jahren gehört das Schreiben zu meinem Leben, wie das regelmäßige Luft holen. Dabei habe ich alle emotionalen Regungen, die damit verbunden sein können, erlebt.

Schreibfieber, das mir den Schlaf raubt, weil ständig neue Fragmente durch die Gedanken rasen und sofort aufgeschrieben werden müssen, damit sie nur ja nicht verloren gehen.

Blockaden, bei denen nichts mehr geht. Der Kopf ist leer, alle guten Ideen, wie weggeblasen. Ich sehe in ein tiefes, dunkles Loch.

Diskussionen mit meinem Mister Zweifel, der gerne lautstark seine Meinung kundtut, obwohl ich ihn nicht danach gefragt habe.

Euphorie, wenn das Projekt beendet und der Schlusspunkt gesetzt ist. Wow, ich habe es geschafft. Wieder einmal.

Ungeduld, die das Warten auf das fertige Buch begleitet, weil ich es endlich in Händen halten, darin blättern, daran riechen will.

Stolz, wenn es endlich vor mir liegt.

Erwartungen. Wird es jemand kaufen? Was wird deine treue Leserschar dazu sagen?

Und, ich will es nicht verschweigen

Enttäuschung, wenn ich das Gefühl habe, es bekommt nicht die verdiente Aufmerksamkeit.

Bei meinem neuen, sechsten Projekt ist beim Schreiben etwas Neues dazugekommen: Diesmal ist alles sehr komprimiert passiert. Seit meinem ersten Roman habe ich mir angewöhnt, das Datum des ersten Satzes zu notieren. Ich will wissen, wie viele Monate es gebraucht hat, bis zum Schlusspunkt. Manchmal habe ich mir verwundert die Augen gerieben, wenn ich realisiert habe, dass drei Jahre ins Land gegangen sind.

Diesmal steht als Startpunkt September 2013 – und die Rohfassung ist bereits fertig. Tatsächlich habe ich in den letzten sechs Wochen zwei Drittel der Geschichte geschrieben. Wow. Wie konnte dieses Wunder geschehen? Liegt es an dem neuen MacBook, das mir meine Lieben zum Geburtstag geschenkt haben? Scherz beiseite 🙂 Es liegt wohl eher daran, dass ich in der glücklichen Situation war, mich einigeln zu können; wegtauchen konnte in die imaginäre Welt meiner Protagonisten.

Es waren sehr intensive Tage, für die ich dankbar bin. Jetzt bin ich wieder in meiner Gegenwart angekommen. Und habe erleichtert festgestellt, dass meine Freunde (noch immer) nicht böse auf mich sind, weil ich sie vernachlässigt habe, mein Mann (es wieder) gelassen ertragen hat, sich selbst um seine Verpflegung kümmern zu müssen. Nun muss ich mit der Leere in meinem Kopf zurecht kommen; mich dazu zwingen, das Manusksript eine Weile zur Seite zu legen, damit sich der Blick auf das Ganze schärft.

Aber zum Glück gibt es ja noch jede Menge zu tun: Cover, eBook-Fassung, das ungeliebte Marketing … Es wird sich zeigen …

chrilie

Um das Warten zu verkürzen: Hier gibt es alle meine bereits veröffentlichten Bücher als eBooks:

http://www.xinxii.com/adocs.php?aid=29846

 

 

 

3. Februar 2014
von Christa Lieb
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Zitat der Woche

Foto chrilie

Foto chrilie

“Und wenn du den Eindruck hast,
dass das Leben ein Theater ist,
dann suche dir eine Rolle aus,
die dir so richtig Spaß macht.”

William Shakespeare

 

 

 

28. Januar 2014
von Christa Lieb
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Wahre Worte …

Foto chrilie

Foto chrilie

“Um den Job anständig zu machen, muss man sein Innerstes nach außen kehren und mit sich selbst und anderen so ehrlich wie möglich sein. Die einzige Rechtfertigung, die ich für dieses Leben, das ich allein in einem Zimmer zubringe, habe, für die Stunden, an denen ich nichts zustande bringe und jeden einzelnen meiner Sätze ausstreiche, ist, dass ich am Ende des Tages von meinem Schreibtisch aufstehen und sagen kann: ‘Immerhin habe ich mein Bestes versucht und alles gegeben, was mir möglich war.’ Ich glaube nicht, dass es viele Jobs gibt, die einem Tag für Tag das Beste abverlangen.”
Thomas David im Gespräch mit Paul Auster: “Vermeintliche Herztode und deren Einbildungen”, Frankfurter Allgemeine Zeitung 26.10.2013

Dies und vieles mehr bei Autorenhaus-Verlag unter http://autorinnen.de

 

 

27. Januar 2014
von Christa Lieb
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Zitat der Woche

Foto chrilie

Foto chrilie

Um ein böses Gesicht zu machen,
musst du 65 Muskeln anstrengen,
um zu lächeln, brauchst du nur zehn.
Überanstrenge dich nicht!

Cyril N. Parkinson

 

 

 

 

15. Januar 2014
von Christa Lieb
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Lesefrüchtchen

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Australien. Ans Ende der Welt hat er sich also verkrochen, der Herr Kommissar. Weit weg, aber nicht weit genug. Zur Hölle mit ihm.

In seinem Kopf begann es zu arbeiten. Über kurz oder lang fände er Mittel und Wege, um Thomas Marenholz habhaft zu werden. Dann würde er ihm auf seine ganz spezielle Art und Weise klar machen, dass es keine gute Idee gewesen war, ihm in die Quere gekommen zu sein. Für jeden Tag in dieser gottverlassenen Gegend würde er ihn bluten lassen. Für jede verpasste Party, jedes nicht getrunkene Glas Champagner, jedes entgangene Geschäft, würde dieser Mistkerl zahlen, ehe er ihm für immer das Licht auspusten würde.

Zufrieden mit dieser Vorstellung verließ er den armselig aussehenden Raum, zog seinen langen Mantel aus Zobelpelz an, griff nach dem Gehstock und verließ das kleine gedrungene Haus am Ufer des behäbig dahin fließenden Stromes.

Wenig später stand er regungslos an dessen Ufer, starrte auf die schimmernde Wasseroberfläche und sah den vorbeigleitenden Schiffen nach. Auf die weite Ebene der gegenüberliegenden Flussseite legte sich bedächtig feiner Nebel. Sein steifes Knie schmerzte. Sicheres Zeichen für einen bevorstehenden Wetterumschwung. Nach dem Winter kommen die Mücken, dachte er grimmig. Fließend, ohne Übergang. Zeit, sich auf den Weg zu machen.

Wenn das Leben Schatten wirft – Kriminalroman – Christa Lieb (bei XinXii.com, amazon.de, Appel-Store usw.)

 

 

13. Januar 2014
von Christa Lieb
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Zitat der Woche

Foto chrilie

Foto chrilie

Wir sind alle Zauberkünstler.
Es ist in uns gelegt, die Welt
um uns zu verwandeln, indem
wir die Welt in uns verwandeln

Ulrich Schaffer