Sonnenschein wirkt köstlich,
Regen erfrischend,
Wind aufrüttelnd,
Schnee erheiternd.
Wo bleibt da das
schlechte Wetter?
John Ruskin
6. Januar 2014
von Christa Lieb
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31. Dezember 2013
von Christa Lieb
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Das in die Monate gekommene Jahr schleppt sich Richtung Ziellinie. Noch immer trägt es schwer an Verheißungen, Vorsätzen, Versprechen, die ihm vor 365 Tagen aufgebürdet und bis heute nicht eingelöst wurden.
Am Ziel wartet aufgeregt das neue Jahr. Jung und voller Elan scharrt es ungeduldig, will endlich los legen.
So ging es mir auch, denkt das alte Jahr und setzt mühsam eine Minute vor die andere. Auch ich habe mich berauschen lassen von dem lauten, bunten Empfang, der mir bereitet wurde. Auch ich war ungeduldig und voller Erwartungen. Auch ich wollte ein ganz besonderes Jahr werden.
Schau genau hin, du junges Ding. Sieh, was aus mir geworden ist. Nimm dir nicht gleich zu viel vor, damit du Luft hast für die kommenden 52 Wochen.
Wie gerne würde ich mit dir tauschen; noch einmal voll freudiger Erregung auf den Startschuss warten. Vorbei. Ich hatte meine Chance. Habe ich sie genutzt?
chrilie ©
30. Dezember 2013
von Christa Lieb
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24. Dezember 2013
von Christa Lieb
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23. Dezember 2013
von Christa Lieb
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22. Dezember 2013
von Christa Lieb
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Die Boote lagen Kiel oben an Land. Sie trugen eine dicke Schneehaube. Das Wasser schwappte behäbig ans Ufer; schob kleine Eisplatten übereinander, gurgelte unter ihnen. In einem der kahlen Bäume saß ein Schwarm Krähen. Sie beobachteten die Umgebung, spähten nach Nahrung. Als Ulrich näher kam, flogen sie laut krächzend davon. Es war ein trüber, grauer Wintertag; Geräusche waren nur gedämpft zu vernehmen. Auf dem zugeschneiten Uferweg lief eine einsame Person entlang.
Ulrichs Blick ging hinaus auf die Wasserfläche. Seine Augen fanden nichts; die weitere Umgebung schien nicht mehr zu existieren, die Welt auf ein Minium geschrumpft zu sein. Gestern noch hatte die Sonne das Gewässer und den Himmel in strahlendem Blau und das Land ringsum weiß glitzernd gezeigt. Die Art Wintermärchen, die Menschen berührt und innehalten lässt. Auf der gegenüberliegenden Seite hatten tief verschneite Schweizer Berge im Sonnenlicht geschimmert.
Am See war Ruhe eingekehrt. Beschaulich lag er da, inmitten der weißen Pracht. Nur die Wasservögel, die unentwegt auf der Suche nach Futter auf der dünnen Eisschicht an der Uferzone hin und her stakten, brachten Bewegung ins Bild.
Langsam ging Ulrich am Ufer entlang auf der Suche nach Alleinsein. Seit zwei Tagen war er wieder bei Tilda auf der »Rosenhöhe«. Was sollte mit ihm und Klara werden? Darüber musste er nachdenken …
“Wohin dein Weg auch führt” – Roman – Christa Lieb (bei XinXii, amazon.de, Apple-Store usw.)
17. Dezember 2013
von Christa Lieb
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Kerzenschein
Rotwein
Ein Buch –
Der Alltag geht
Christa Lieb ©
Meine Bücher: http://www.xinxii.com/adocs.php?aid=29846
16. Dezember 2013
von Christa Lieb
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15. Dezember 2013
von Christa Lieb
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»Ist ja genau das richtige Lied, um auf andere Gedanken zu kommen«, hörte sie Jo vorwurfsvoll sagen.
Trotzig sah Klara sie an und leerte das Glas Rotwein in einem Zug. Was wusste Jo schon von Leiden? Jo, mit ihrer glücklichen Heile-Welt-Familie. Nichts wusste sie.
»Und dass übermäßiges Trinken nicht hilft, sollte dir auch bekannt sein.«
»Du bist ganz schön brutal. Weißt du das? Ich dachte, du bist meine Freundin. Stattdessen …«
»Gerade weil ich deine Freundin bin, sehe ich mir das nicht länger an. Los, zieh dir was über und komm mit.«
»Mitkommen? Wohin denn?«
»Egal. Hauptsache raus hier und weg von diesem Selbstmord fördernden Lied.«
»Das würde ich nie tun …«
»… sagte die Katze und fraß die Maus.«
Klara umarmte Jo. »Gut, dass es dich gibt. Was würde ich nur ohne dich tun? Also los … machen wir die Stadt unsicher.«
»Endlich mal eine vernünftige Entscheidung. Das lässt hoffen.«
Klara schlüpfte in ihren Mantel und griff entschlossen nach ihrer Handtasche. Mit der Türklinke in der Hand blieb sie abrupt stehen und sah ihre Freundin traurig an.
»Ich kann nicht, Jo. Tut mir leid.«
»Was kannst du nicht?«
»Jetzt da hinaus gehen und so tun, als wäre das Leben eine einzige Party. Und in mir tobt ein verheerender Sturm.«
»Aber hier sitzen und grübeln … Es gibt jede Menge Leute, denen es auch so geht. Du bist doch keine Ausnahme.«
»Bei mir war nie etwas so, wie es hätte sein sollen.«
Langsam fiel die Tür wieder ins Schloss.
»Du hast recht, Jo. Ich trinke zu viel und ich verabscheue es. Aber weißt du, es betäubt für eine Weile dieses schäbige Gefühl. Warum hat er mich im Stich gelassen?«
»Klara, er hat dich nicht im Stich gelassen. Es war zu viel für ihn. Lass ihm Zeit.«
»Erst Papa, jetzt Ulrich. Was läuft da schief in meinem Leben? Was mache ich falsch, dass alle Männer, die mir etwas bedeuten, die Flucht ergreifen?«
“Wohin dein Weg auch führt” – Roman – Christa Lieb
(bei XinXii, amazon.de, Apple-Store usw.)
9. Dezember 2013
von Christa Lieb
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