Das Leben ist nicht
ein Problem, das gelöst,
sondern ein Geheimnis,
das gelebt werden muss
Thomas Merton
16. Dezember 2013
von Christa Lieb
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15. Dezember 2013
von Christa Lieb
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»Ist ja genau das richtige Lied, um auf andere Gedanken zu kommen«, hörte sie Jo vorwurfsvoll sagen.
Trotzig sah Klara sie an und leerte das Glas Rotwein in einem Zug. Was wusste Jo schon von Leiden? Jo, mit ihrer glücklichen Heile-Welt-Familie. Nichts wusste sie.
»Und dass übermäßiges Trinken nicht hilft, sollte dir auch bekannt sein.«
»Du bist ganz schön brutal. Weißt du das? Ich dachte, du bist meine Freundin. Stattdessen …«
»Gerade weil ich deine Freundin bin, sehe ich mir das nicht länger an. Los, zieh dir was über und komm mit.«
»Mitkommen? Wohin denn?«
»Egal. Hauptsache raus hier und weg von diesem Selbstmord fördernden Lied.«
»Das würde ich nie tun …«
»… sagte die Katze und fraß die Maus.«
Klara umarmte Jo. »Gut, dass es dich gibt. Was würde ich nur ohne dich tun? Also los … machen wir die Stadt unsicher.«
»Endlich mal eine vernünftige Entscheidung. Das lässt hoffen.«
Klara schlüpfte in ihren Mantel und griff entschlossen nach ihrer Handtasche. Mit der Türklinke in der Hand blieb sie abrupt stehen und sah ihre Freundin traurig an.
»Ich kann nicht, Jo. Tut mir leid.«
»Was kannst du nicht?«
»Jetzt da hinaus gehen und so tun, als wäre das Leben eine einzige Party. Und in mir tobt ein verheerender Sturm.«
»Aber hier sitzen und grübeln … Es gibt jede Menge Leute, denen es auch so geht. Du bist doch keine Ausnahme.«
»Bei mir war nie etwas so, wie es hätte sein sollen.«
Langsam fiel die Tür wieder ins Schloss.
»Du hast recht, Jo. Ich trinke zu viel und ich verabscheue es. Aber weißt du, es betäubt für eine Weile dieses schäbige Gefühl. Warum hat er mich im Stich gelassen?«
»Klara, er hat dich nicht im Stich gelassen. Es war zu viel für ihn. Lass ihm Zeit.«
»Erst Papa, jetzt Ulrich. Was läuft da schief in meinem Leben? Was mache ich falsch, dass alle Männer, die mir etwas bedeuten, die Flucht ergreifen?«
“Wohin dein Weg auch führt” – Roman – Christa Lieb
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9. Dezember 2013
von Christa Lieb
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8. Dezember 2013
von Christa Lieb
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»Liebst du ihn?«
Klara sah Jo lange wortlos an. Hinter ihrer Stirn schien es zu arbeiten.
»Liebst du ihn, Klara?«, fragte Jo noch einmal mit Nachdruck.
»Liebe. Welch großes Wort. Wenn es Liebe ist, wenn man nur noch an ihn denkt, wenn man bei seinem Anblick weiche Knie bekommt, wenn man Tag und Nacht und immerzu nur bei diesem einen Menschen sein will, ihn spüren will … Wenn das Liebe ist, ja, dann liebe ich ihn wohl.«
»Warum machst du es mal wieder so kompliziert?«
»Ich kannte diese alles beherrschende Sehnsucht bisher nicht. Was ich mit Gewissheit sagen kann, ist, dass ich bei Ulrich etwas fühle, was ich bei all meinen seitherigen Bekanntschaften nicht empfunden habe. Diese Beziehungen vergingen früher oder später wie lästige Bauchschmerzen. Wenn er aus meinem Leben wieder verschwinden würde, dann würde mir vermutlich das Herz brechen.«
»Dich hat′s ganz schön erwischt, meine Liebe«, stellte Jo lapidar fest.
“Wohin dein Weg auch führt” – Roman – Christa Lieb
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2. Dezember 2013
von Christa Lieb
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1. Dezember 2013
von Christa Lieb
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… Ich habe Lieben erlebt, vor denen mir graute, die mir Angst machten, mich abstießen. Ich habe Lieben erlebt, die verletzten, zerstörten. Diese himmelhoch jauchzende Liebe, von der in Romanen und Filmen erzählt wird, ist mir bisher nicht begegnet …
“Wohin dein Weg auch führt” – Roman – Christa Lieb
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25. November 2013
von Christa Lieb
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18. November 2013
von Christa Lieb
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15. November 2013
von Christa Lieb
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11. November 2013
von Christa Lieb
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