schreib(t)räume

Christa Lieb – Autorin

5. Juni 2015
von Christa Lieb
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Geduld ist eine Tugend …

sagt eine liebe Tante gerne und mit Überzeugung …

 

Foto: chrilie

Foto: chrilie

Mein Herz sollte jubilieren, wie es die vielen Vögel in der großen Eberesche vor meinem Fenster tun. Ein strahlend blauer Himmel umrahmt heute die Welt, in der Ferne läutet eine Kirchenglocke; es ist ungewöhnlich ruhig an diesem Werktag. Keine kreischenden Geräte, kein Autoverkehr; selbst die Menschen haben sich anscheinend an andere Orte begeben. Die Pflanzen haben einen ordentlichen kühlen Schluck von mir bekommen und jetzt genieße ich diese friedlichen Momente bis die angekündigte Hitze kommt.

Aber wie so oft, gibt es auch in dieser Idylle ein Haar in der Suppe: Beim Schreiben geht es einfach nicht voran. Ich warte jeden Tag ungeduldig auf das Musterbuch vom Verlag. Ich will endlich sehen, ob die Entscheidung für dieses spezielle Cover richtig war. Und ich will die Worte lesen; greifbar, sichtbar, im Zusammenhang … Doch jeden Tag geht der Briefträger vorbei und meint entschuldigend: »Sorry, heute nicht’s für Sie dabei.«

Lange war es mir egal ob und wann das neue Buch erscheint. Ich habe mir selbst gesetzte Termine tatenlos verstreichen lassen, habe keinerlei Aufregung verspürt, habe mich gewunden, getroffene Entscheidungen immer wieder hinterfragt, verworfen, bis auf den letzten Drücker Worte gestrichen, hinzugefügt, gehadert.

Schließlich habe ich dem ganzen Treiben ein Ende gesetzt, die Unterlagen an den Verlag geschickt … und war erleichtert, die »Last« los zu sein.

Tja, und jetzt sitze ich hier, betrachte diesen wundervollen Tag und warte, warte, warte … Vielleicht höre ich heute die Worte: »Ein Päckchen für Sie.«

chrilie ©

 

 

25. Mai 2015
von Christa Lieb
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Zitat der Woche

Zitate_2Wenn du einen Menschen
glücklich machen willst,
dann mehre nicht seinen
Reichtum, sondern nimm
ihm einige seiner Wünsche

Epikur von Samos

 

 

 

 

15. April 2015
von Christa Lieb
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Lesefrüchtchen

Foto chrilie

Foto chrilie

 

 

 

 

 

 

 

 

Noch einmal hervorgeholt – weil gerade so passend …

 

Es ist so weit …

Himmel trägt Blau-Weiß
Bäume zartes Grün
Auf Blütenspitzen
sieht man Bienen sitzen
Amseln ernten Moos
Am Teich quakt ein Frosch
Tulpen sprießen – Nasen niesen
Libellen schwirren – Windspiele klirren
Wäsche flattert auf der Leine
Man sieht erste nackte Beine
Durch offene Fenster
weht frischer Wind
im Nachbargarten lacht ein Kind
Leben erwacht in allen Ecken
um sich nach der Sonne zu recken
Keine Frage – es ist so weit:
Frühling macht sich bei uns breit

                                        Christa Lieb ©

 

 

14. April 2015
von Christa Lieb
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Was tut sich so …

Anna Lieb-Dubino

Anna Lieb-Dubino

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Was tut sich so in der »Buchstabenküche«?

➤ Jemand, der es gut mit mir meint, hat mich endlich dazu gebracht, hinter mein Manuskript einen dicken Schlusspunkt zu setzen. Im Frühsommer werde ich meine LeserInnen also mit einem neuen Roman überraschen. Kein Krimi, sondern die Geschichte einer großen Liebe und eines dunklen Geheimnisses … Baltimore, Chesapeake Bay, Dublin, Tromsø … Stationen einer Reise auf der Suche nach dem Glück …

➤ Einer meiner männlichen Leser hat angeregt, meine beiden Krimis »Schmaler Grat« und »Wenn das Leben Schatten wirft« (bei denen es sich um Fortsetzungsromane handelt) zu einer Spezial-Ausgabe zusammenzufügen. Warum bin ich nicht selbst auf diese gute Idee gekommen? Gesagt … getan … Nach einer Überarbeitung wird also demnächst eine Sonderausgabe als eBook (und nur als eBook bei xinxii.com) erscheinen.

➤ Wenn das alles erledigt ist, stellt sich die große Frage nach einem neuen Projekt »Roman«. Da gibt es Ideen … Konkrete Ideen … Aber momentan fehlt mir noch die Initialzündung, um damit zu beginnen. Die Vorstellung, ein weiteres Mal so etwas Gewaltiges zu stemmen, lähmt mich gerade mehr, als dass sie mich beflügelt. Trotzdem bin ich zuversichtlich und überzeugt, dass mich das Virus wieder befallen wird …

➤ Bis es so weit ist, liebäugele ich damit, für liebe Freunde ein weiteres Kalender-Projekt zu starten. Das heißt, fotografieren, vorhandene Fotos sichten, bearbeiten, passende (eigene) Texte auswählen …

Wenn ich das so alles lese, weiß ich eines: Langweilig werden mir die nächsten Monate wohl nicht werden …

chrilie ©