Nur diejenigen, die sich trauen,
in großem Stil zu scheitern,
können auch in großem Stil
Erfolg haben.
John F. Kennedy
7. Januar 2013
von Christa Lieb
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3. Januar 2013
von Christa Lieb
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Das Jahr 2013 ist jetzt ein paar Tage alt und bisher fühlt es sich gut an. Vielen Menschen graut vor diesem Jahr. 2013 bedeutet für sie offenbar 365 Tage Pech am Stück.
Ich habe schon immer ein entspanntes Verhältnis zu dieser Zahl, empfinde sie eher als etwas Besonderes. Und auch jetzt kann ich nicht klagen. Im Gegenteil. Mein neuer (Kriminal)Roman ist in der Rohfassung fertig; die erste Überarbeitung fast beendet. Etwas, das ich vor rund vier Monaten noch für unmöglich gehalten habe, weil nichts voran ging, ist jetzt eingetreten.
Ich fühle eine stille Freude. Und Dankbarkeit. Dafür, dass ich mir die Zeit nehmen durfte und konnte. Dafür, dass Mister Zweifel vor einigen Wochen seinen Jahresurlaub antrat und seitdem äußerst gut gelaunt ist. Dafür, dass Madame Muse so ausdauernd meine kreative Ader gestreichelt hat.
Jetzt liegt es vor mir, das Manuskript. Und wie immer, spüre ich bei all der Freude wieder diesen diffusen Abschiedsschmerz. Heißt es doch, sich trennen müssen von lieb gewonnenen „Menschen“, ihrem Alltag, ihren Sorgen und ihrem Glück. Diesmal fällt es mir besonders schwer, weil mich die Protagonisten nun schon durch das zweite Buch begleitet haben.
Bald muss ich mich also wieder mit meinem eigenen Sein begnügen. Das ist kein leichter Schritt. Schon oft erlebt, aber noch immer ungewohnt. Vielleicht klopft eine neue Idee an. Das würde das Ganze enorm erleichtern.
chrilie
31. Dezember 2012
von Christa Lieb
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Der letzte Tag des Jahres ist angebrochen. Mir scheint, es ist müde von all den Anstrengungen. Und es endet, wie es begonnen hat: Mit unanständig unwinterlichen Temperaturen. All die guten Vorsätze, Wünsche, Erwartungen, die ihm vor zwölf Monaten auf die Schulter geladen wurden, ließen es manchmal außer Atem kommen. Und da war auch noch die Bürde des prognostizierten Weltuntergangs.
Nun, der ist nicht eingetreten, alles ist beim Alten und so muss sich auch das neue Jahr mit diesen „Altlasten“ durch die Zeit lavieren. Heute Nacht wird es losgaloppieren, wie ein junges Fohlen; befeuert von unzähligen lauten Böllerschlägen und beflügelt von traumhaft schönen Glitzerfontänen. Nach und nach wird es den Ernst des Lebens kennenlernen und am Ende die Last des Alters spüren – wie alle seine Vorgänger zuvor. Muten wir ihm nicht zu viel zu, dem neuen Jahr. Erwarten wir nicht allzu viele Wunder.
Mögen allen Wesen glücklich sein
Mögen sie frei sein von Leid
und den Ursachen des Leidens
Mögen sie niemals getrennt sein
von der großen Glückseligkeit,
die jenseits von Sorgen ist
Mögen sie Gleichmut bewahren
und an die Gleichheit glauben
von allem was lebt
Buddha
24. Dezember 2012
von Christa Lieb
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In Memoriam
Rudolf F. Pohlner
1923 – 2011
Meine Weihnacht
Stille liegt in Flur und Raum
doch unsre Stube hell und klar
geschmückt durch einen Lichterbaum
lässt uns vergessen, was mal war.
Jeder denkt an seine Lieben
und an sein teures Mägdelein
an die, die draußen sind geblieben
vertraulich strahlt des Christbaums Schein.
Da – in dieser stillen Runde –
stimmt einer an die “Stille Nacht”
und bald erklingt aus jedem Munde
was Friede uns ins Herz gebracht.
Die Stimmen werden immer heller
doch die Gedanken werden schwer
die Herzen schlagen schnell und schneller
als ob der Freude End’ bald wär’.
Der letzte Ton, er ist verklungen
Schwermut schwindet nun dahin
und das Lied, das wir gesungen
ward so der Freude Anbeginn.
Wir freuten uns am Lichterbaume
der soviel Glück uns heut gebracht
und noch in meinem nächt’gen Traume
klang mir das Lied der stillen Nacht.
Rudolf F. Pohlner – Im Lazarett 1943
Ich wünsche allen eine friedvolle Weihnacht.
23. Dezember 2012
von Christa Lieb
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“Im Winter, wenn die Natur die Farben reduziert, schärft sich der Blick auf das Wesentliche. Es ist die Zeit zum Nachdenken. Ich mag dieses Innehalten. Diese erzwungene Pause, ehe das Frühjahr mit überschwänglicher Farbenpracht die Augen verwöhnt und ablenkt.”
“Wohin dein Weg auch führt” – Roman – Christa Lieb
17. Dezember 2012
von Christa Lieb
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16. Dezember 2012
von Christa Lieb
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Interview mit einer Seele
Lass die Seele
in den Spiegel sehn:
Was sieht sie?
Lass die Seele
ihrer Stimme lauschen:
Was hört Sie?
Hört sie Lachen,
hört sie Weinen,
ist da mehr Schein als Sein?
Kann sie sich ausruhn,
einfach mal nichts tun,
oder auf die Schnelle
Gefühle entfalten?
Muss sie sich winden,
um Frieden zu finden,
sich zwingen
zum Lieder singen?
Spürt sie Schmerzen,
links, hinter dem Herzen?
Sag mir Seele –
was fühlst du?
chrilie
14. Dezember 2012
von Christa Lieb
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Gestern habe ich einen 14-Stunden-Schreibmarathon hingelegt. Ein wahrer Schreibrausch. Endlich mal wieder. Das Überraschende: Auch danach war mein Kopf nicht leer, sondern noch immer voller Ideen, die mir stundenlang den verdienten Schlaf verwehrten, mich zwangen, ständig wieder zu Stift und Papier zu greifen, um ja alles festzuhalten. Denn was nützen die schönsten Ideen, wenn sie am nächsten Morgen verweht, nicht mehr existent sind?
Der Auslöser für diesen Rausch? Ich weiß es nicht. Und ehrlich gesagt, ist es mir auch egal. Hauptsache er war produktiv. Vielleicht hat es mit einem Erlebnis am Vorabend zu tun. Ich war bei einer Lesung. Einer Krimi-Lesung. Der Raum war proppenvoll und die Leute voller Erwartung. Ich war eher ein wenig skeptisch. Wusste ich doch bereits, dass der Autor kein großer Vorleser ist. Aber da bin ich nachsichtig. Sich vor eine große Menschenansammlung setzen und vorlesen, ist nicht jedermanns Sache. Der Autor ist offensichtlich ein Viel-Schreiber. Nahezu jedes Jahr ein neuer Krimi; wie vom Fließband. Ich bewundere diese Fähigkeit. Auch, weil sich das Schreiben eines Buches für mich manchmal als gewaltiger Kraftakt entpuppt, der mich aussaugt, wie ein Vampir sein bleiches Opfer.
Überrascht hat mich, dass die Passagen, die er zu Gehör brachte, streckenweise erstaunlich flach und ausschweifend waren. Bin ich zu kritisch? Lese ich zu viele Schreibratgeber? Zu viel Stephan Waldscheidt?
Der Erfolg scheint ihm Recht zu geben. Er hat eine treue Fangemeinde, füllt regelmäßig große Räume, die Leute hängen wissbegierig an seinen Lippen. Beneidenswert – letztendlich.
chrilie
10. Dezember 2012
von Christa Lieb
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9. Dezember 2012
von Christa Lieb
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“… Erinnerungen pflegen ein Eigenleben zu führen. Sie machen glücklich oder plötzlich tieftraurig. Man kann in ihnen schwelgen oder sich ängstigen und dabei das Heute aus den Augen verlieren. Man sollte ihnen immer gut vorbereitet begegnen, weiß man doch nie, welche Wege sie einschlagen, wenn man sich auf sie einlässt.
Ich lebe gern in der Gegenwart, wohl wissend, dass das Heute morgen schon Erinnerung sein wird. Erinnerungen sind Geschehnisse der Vergangenheit, auf die ich keinen Einfluss mehr habe. Sie können mich zu Tränen rühren oder ein breites Lachen in mein Gesicht zaubern. Dieses Wissen lässt mich vorsichtig sein. Ihre Gesellschaft suche ich nur dann, wenn ich mich stark fühle. Doch manchmal suchen und finden sie mich – unvorbereitet. Und dann bohren oder kitzeln sie, rufen Erdbeben hervor oder tragen mich auf einer Woge der Glückseligkeit davon …”
“Wohin dein Weg auch führt” – Roman – Christa Lieb